Der erste Block des Lehrgangs erläutert anhand von 5 Studienbriefen die gesetzlichen Grundlagen des energieeffizienten und ressourcenschonenden Bauens.Er gibt einen Überblick über die Klimaschutzziele und geht auf die daraus hervorgegangenen gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2014, des EEWärmeG, des EEG sowie des KWKG ein. Abschließend wird das gesetzlich vorgeschriebene Mittel zur Kommunikation der energetischen Gebäudequalität in Form des Energieausweises beschrieben und Ziele sowie Einsatzgebiete aufgezeigt.

Nach einer Einführung zum klimagerechten Bauen und zu den Anforderungen an die Behaglichkeit bietet der Themenblock einen Überblick über die einzelnen Maßnahmenschritte eines Energiekonzepts von der Grundlagenermittlung über die möglichen Energiestandards bis hin zur Ausführung und Dokumentation. Zudem wird die Energiebilanz nach DIN V 18599 in den Gesamtzusammenhang eines Energiekonzepts eingeordnet und die Berechnungsmethodik der Norm im Überblick erläutert.

Nachdem die Grundlagen zur Energiekonzeption und den gesetzlichen Rahmenbedingungen vermittelt wurden, folgt nun die Spezifizierung der unterschiedlichen Nutzungsanforderungen in einem Nichtwohngebäude, die zu einer Unterteilung in unterschiedliche Energiebereiche führen. Die Randbedingungen - wie Nutzungszeiten, interne Wärmequellen, Raum-Solltemperaturen, Beleuchtungsanforderungen -werden vorgestellt und miteinander verglichen. Das Verfahren der DIN V 18599-1 zur Zonierung und der Umgang mit den festgelegten Rahmenbedingungen zu Klima und Nutzungsprofilen wird sowohl theoretisch als auch anhand eines den Lehrgang begleitenden Praxisbeispiels erläutert.

In diesem Themenblock werden die passiven Maßnahmen an der Gebäudehülle mit dem Ziel der Reduktion des Heiz- und Kühlbedarfs eines Gebäudes durch bauliche Maßnahmen beschrieben. Gezielte Dämmmaßnahmen und die Herstellung der geforderten Luftdichtheitsebenen sowie die Vermeidung von Wärmebrücken werden vorgestellt, ebenso wie passive Kühlmaßnahmen (Aktivieren von Speichermassen, sinnvolle Sonnenschutzsysteme, adiabate Kühlung). Auch hier wird theoretisch die Berechnungsmethodik der DIN V 18599-2 zur Ermittlung des Nutzenergiebedarfs für Heizen und Kühlen erläutert und praktisch anhand des den Lehrgang begleitenden Beispiels angewendet.

Der Lehrgang wird von zwei Einsendearbeiten begleitet. Mit der ersten wird der Themenkomplex „Grundlagen, Zonierung und Gebäudehülle" abgeschlossen. Die Einsendearbeit befasst sich mit den zuvor gelehrten Inhalten und soll dem Teilnehmer helfen, sein theoretisch erworbenes Wissen zu prüfen und in die praktische Umsetzung zu übertragen.

Die Teilnehmer erhalten dazu eine digitale Vorlage, die sie nach der Bearbeitung gedruckt oder digital zurück an die ina Planungsgesellschaft senden. Für die Bearbeitung werden nur einige Bögen DIN-A4-Papier und Schreibmaterial benötigt, evtl. Taschenrechner und Lineal. Auch eine digitale Bearbeitung mit CAD-Werkzeugen ist selbstverständlich möglich, jedoch keine zwingende Voraussetzung.

Dem Themenblock zur Gebäudehülle folgen Inhalte zur optimierten Gebäudetechnik, beginnend mit Block 5 über Anforderungen an die mechanische Lüftung. Hier werden Möglichkeiten der Gebäudelüftung erörtert und Planungskomponenten sowie wichtige Parameter der Anlagenauslegung vorgestellt. Es folgt die Beschreibung, wie die DIN V 18599 die mechanische Lüftung in der Bilanz berücksichtigt und der Nutzenergiebedarf der Gebäudelüftung nach Teil 3 und 7 der Norm ermittelt wird. Hier wird darauf eingegangen welche Parameter für eine Bilanzierung von Relevanz sind, welche Lüftungssysteme abbildbar sind und an welcher Stelle der Energieberater Einfluss auf Standardvorgaben nehmen kann. Abschließend werden die Bilanzschritte anhand des begleitenden Praxisbeispiels beschrieben.

Der Strombedarf für die Beleuchtung kann einen erheblichen Anteil am Primärenergiebedarf eines Nichtwohngebäudes darstellen. Daher werden in diesem Themenblock sowohl die passiven Maßnahmen zur Optimierung der Tageslichtversorgung als auch die aktiven Maßnahmen zur Optimierung eines Beleuchtungskonzepts vorgestellt. Die unterschiedlichen Möglichkeiten zurErmittlung des Energiebedarfs der Beleuchtung nach DIN V 18599-4 werden erläutert und mit der zum Teil vereinfachte Umsetzung der Berechnungsmethodik in den Bilanzierungstools anhand des Praxisbeispiels gegenübergestellt.

Die aktiven Maßnahmen zur Bereitstellung der Raumwärme werden anhand ihrer einzelnen Bestandteile - Übergabe, Verteilung, Speicherung, Erzeugung - vermittelt. Hierbei liegt der Fokus auf dem Einsatz von effizienter Anlagentechnik sowie von regenerativen Energien. In einem Exkurs wird auf die Optimierungsmöglichkeiten von Prozessenergie - wie die Nutzung der Abwärme sowie den Einsatz von regenerativer Energieerzeugung im Hochtemperaturbereich - eingegangen. Die Berücksichtigung der genannten Maßnahmen in der Energiebilanz nach DIN V 18599-5 und -8 wird sowohl theoretisch als auch anhand des Praxisbeispiels erläutert.

Der Kühlbedarf ist gerade bei Nichtwohngebäuden ein wichtiges Thema, welches in den Energiekonzeptionen von einigen Gebäudetypologien neben der Wärmeerzeugung ebenfalls einen hohen Stellenwert einnimmt. Nachdem bereits im vierten Block auf passive Maßnahmen zur Senkung des Kühlbedarfs eingegangen wurde, werden in diesem Block die aktiven Maßnahmen zur Kälteversorgung beschrieben. Themen wie Erzeugung, Verteilung und Übergabe, Nutzung von regenerativen Energien sowie ein Exkurs zu Prozesskälte geben einen Überblick über die Gebäudetechnik. Darauf folgt die Beschreibung der Bilanzierung der Raumkühlung von der Erzeugernutzenergieabgabe (Übergabe, Verteilung, Speicherung) bis hin zur Endenergie nach Teil 7 der DIN V 18599. Abschließend wird das theoretisch erworbene Wissen anhand des begleitenden Praxisbeispiels angewandt und exemplarisch die Technikeingabe in die Software beschrieben.

Im neunten Block werden neben den Themen des Strombedarfs in Nichtwohngebäuden die stromerzeugenden Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung, Photovoltaik und Windkraftanlagen, ebenso wie die architektonische Integration aktiver solarer System vorgestellt und auf die Bilanzierung des End- und Primärenergiebedarfs stromproduzierender Anlagen gemäß DIN V 18599, Teil 9 eingegangen. Darüber hinaus werden die Themen der Steuerung und Regelung in Form der Gebäudeautomation beschrieben und der Umgang der DIN V 18599 mit diesem Thema erläutert. Das anschließende Praxisbeispiel bietet die Möglichkeit, das erworbene Wissen anhand einer Softwareeingabe nachzuvollziehen.

Der Themenkomplex „Anlagentechnik und erneuerbare Energien" wird mit der zweiten Einsendearbeit abgeschlossen. Die Einsendearbeit orientiert sich an den zuvor gelehrten Inhalten und soll dem Teilnehmer helfen, sein theoretisch erworbenes Wissen zu prüfen und in die praktische Umsetzung zu übertragen.

Die Teilnehmer erhalten dazu eine digitale Vorlage, die sie nach der Bearbeitung gedruckt oder digital zurück an die ina Planungsgesellschaft senden. Für die Bearbeitung werden nur einige Bögen DIN-A4-Papier und Schreibmaterial benötigt, evtl. Taschenrechner und Lineal. Auch eine digitale Bearbeitung mit CAD-Werkzeugen ist selbstverständlich möglich, jedoch keine zwingende Voraussetzung.

In Block zehn werden die Optimierungsstrategien auf Basis der vorgestellten Maßnahmen im Überblick aufgeführt und anhand einer Checkliste für den Gebrauch in der Beraterpraxis zusammengefasst. Darauffolgend wird anhand des begleitenden Praxisbeispiels die Plausibilität der Ergebnisse geprüft sowie das Optimierungspotenzial der Maßnahmen auf die Energiebilanz aufgezeigt. So soll als Hilfestellung für die Erstellung eigener Energiekonzeptionen ein Gefühl für die Relevanz verschiedener Maßnahmen vermittelt werden.

Um die praktische Arbeit als Energieberater vom Start weg zu erleichtern, wird in Block 11 auf die „Energieberatung in der Praxis" eingegangen. Darin werden Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorgestellt sowie energetische und finanzielle Gutschriftmethoden beschrieben. Es wird die öffentlich-rechtliche Nachweiserstellung am Praxisbeispiel zusammenfassend erörtert und eine Checkliste für die Gebäudeaufnahme im Bestand an die Hand gegeben. Abschließend werden im Kapitel zur „Durchführung einer Energieberatung" Themen wie der Ablauf einer Energieberatung und die Erstellung eines Beratungsberichts erläutert, sowie das durch das BAFA geforderte Vorgehen bei einer geförderten „Energieberatung im Mittelstand" vorgestellt.

Auf der Basis des gewonnen Wissens soll anhand der Bearbeitung eines abschließenden Praxisbeispiels die theoretische Auseinandersetzung und Strategie angewandt werden. Dieses wird als Abschlussarbeit der ina Planungsgesellschaft eingereicht und dient als Bewertungsgrundlage Ihrer erfolgreichen Teilnahme.

Der letzte Themenblock setzt sich mit der Qualitätssicherung des Energiekonzepts von der Ausführungsplanung bis hin zur Fertigstellung des Gebäudes auseinander. Daher beschäftigt er sich mit der Notwendigkeit eines integralen Planungsprozess, in den der Fachplaner für Energieeffizientes Bauen frühzeitig eingebunden wird, um eine realistische Umsetzung des Energiekonzepts gewährleisten zu können. Möglichkeiten zur Zuarbeit und Energieplanung in der Ausführungsplanung, zur Erstellen von Textpassagen in der Ausschreibung, zur Zuarbeit bei der Vergabe und zur Prüfung auf der Baustelle werden vorgestellt. Dies beinhaltet auch die Themen der Gewährleistung sowie der Dokumentations- und Nachweispflicht, die z. B. auch bei einer KfW Baubegleitung verpflichtend gefordert werden.